Kanu-Marathon-Weltcup in Belgien

veröffentlicht am 06. Juni

Kanu-Marathon-Weltcup in Belgien:

Marie Mix gewinnt Silber, Mauritz Hennies wird Vierter auf der langen Strecke


Nachdem die Berliner Marathon-Kanuten bereits vor 3 Wochen bei den Deutschen Meisterschaften im Kanu-Marathonrennsport erfolgreich waren, können sie jetzt auch die ersten internationalen Erfolge feiern. Vom 26. bis 28. Mai fand in Willebroek/Belgien der Kanu Marathon World Cup bei Temperaturen von bis zu 31 Grad im Schatten statt. Insgesamt 180 Starter kamen aus 17 Nationen, darunter Grossbritannien, Südafrika, Ungarn, und Australien.


Am Freitag standen zunächst die Vorläufe über die 3600m Kurzstrecke auf dem Programm. Auf der Strecke waren zwei 130m lange Portagen bei der das Boot getragen werden musste, zu bewältigen. Die Sportler Marie Mix (SCBG), Claas Gebhardt (KKC) und Mauritz Hennies (AdW) konnten sich erfolgreich für die Finals am folgenden Sonnabend qualifizieren. Im Finale der Damen Junioren konnte sich Marie Mix in der Führungsgruppe etablieren und führte lange das Feld an. Nach dem Endspurt musste das Zielfoto entscheiden. Marie errang Silber mit 44/1000 Rückstand auf eine britische Sportlerin. Mauritz Hennies kam im Endlauf der Herren Junioren auf den 7., Claas Gebhardt auf 13. Platz.


Am Sonntag folgte dann der eigentliche Marathon über eine Distanz von 22,6 km für die Herren Junioren und über 19 km für die Damen Junioren. Bei einer Rundenlänge von 3,6 km kamen die Athleten oft an dem Zuschauerbereich vorbei, von wo aus man die spektakulären Portagen gut verfolgen konnte. Hier entschieden sich die meisten Rennen. Mauritz konnte sich vom Start weg mit einer Vierergruppe vom Feld absetzen. In der 4. Portage wurde jedoch sein Steuer beschädigt, so dass er in der folgenden Runde den Anschluss an die Spitzengruppe verlor. Nach der Reparatur der Steuerflosse in der 5. Portage konnte er wieder aufschließen und kam mit knapp 1 Minute Rückstand als vierter ins Ziel. Claas konnte sich im Mittelfeld behaupten und kam auf den 15. Platz.


Auch Marie konnte sich im Rennen der Damen Junioren nach dem Start zunächst in der Spitzengruppe vom Feld absetzen. Infolge einer Kollision vor der ersten Wende verklemmte sich ihre Steuerflosse. Marie fuhr an Land, stieg aus, reparierte ihr Steuer und begann danach an letzter Stelle liegend eine fulminante Aufholjagd. Dem Streckenkommentator zufolge fuhr sie dabei die besten Rundenzeiten des Rennens. Am Ende kam Marie nach rund 1 Stunde 37 Minuten mit gut 2 Minuten Rückstand als 7. ins Ziel.


Die starken Leistungen von Marie, Mauritz und Claas geben Anlass zu berechtigten Hoffnungen für die Ende Juni in Portugal stattfindenden Euromeisterschaften bei denen Marie im K1 und Mauritz und Claas im K2 an den Start gehen werden.