Geschichte der Insel Seddinwall

Die Insel Seddinwall, die inzwischen unseren Naturzeltplatz beherbergt, ist ein Ort mit langer Vergangenheit. An dieser Stelle möchte wir Sie auf eine kleine Zeitreise einladen - eine Reise durch die Geschichte der Insel Seddinwall. Im ersten von zwei Teilen finden Sie eine chronologische Auflistung der wichtigsten Ergeinisse, Teil zwei ist der Bericht eines Landgangs auf Seddinwall.
 


Chronologischer Überblick

 
vor 18000 Jahren

Entstehung der Landschaft während der Weichseleiszeit
 
ca. 2000 v. Chr.
Funde aus der Jungsteinzeit beweisen, dass die Insel um diese Zeit bereits bewohnt war. 
 
1000 bis 500 v.Chr.
Scherben und eine Henkeltasse lassen sich der jüngeren Bronzezeit und der frühen Eisenzeit zuordnen Mittelalter Slawenbesiedlungen werden auf "Seddinwall" nachgewiesen. 
 
1806
Fischer Kanis zieht mit Familie auf die Insel. Er stirbt 1850.
 
1819
Colonist Johann Christan Rubbin übernimmt die Insel in Erbpacht.
 
1861
Nach dem Tode Rubbins zieht sein Sohn, Schiffer Grasse, mit Frau und 17 Kindern auf die Insel. Zwistigkeiten mit dem jüngeren Bruder und anderen Besitzern.
 
1895
Grasses Sohn verkauft die Insel an Kaufmann Fricke, der eine Fabrik für Pferdebrot plant.
  
1897
Bankier Neumann ersteigert die Insel. Es gelingt ihm, die Erbpacht abzul6sem und "Seddinwall" in freies Eigentum zu überführen.
 
1899 - 1909
Der Landwirt Hermann Kersten erwirbt die Insel, bewirtschaftet sie und und verwandelt "Seddinwall" im Laufe von zehn Jahren in eine Parklandschaft mit Restauration, Dampferanlegestelle, Badeanstelle Pavillons und Springbrunnen.
 
ca. 1920
Familie Fahrenholtz ersteht die Insel und betreibt bis zum Anfang des II. Weltkriegs ein relativ exklusives Restaurant auf "Seddinwall".
 
2. Weltkrieg
Die Nachrichten von der Insel sind widersprüchlich. Gerüchte von einer möglichen Flak-Stellung, einem Munitionslager oder einem Treff der Nazis auf "Seddinwall" lassen sich bislang nicht belegen.
 
1950
Der DKSV pachtet die Insel. In den siebziger Jahren wird der Wanderzeltpaltz auf "Seddinwall" zum Dauerzeltplatz. Ein Brunnen wird gebohrt, 1987 eine Toilette mit Wanne eingerichtet. Die Insel "Seddinwall" wird schon zu DDR-Zeiten als "Flächennaturdenkmal" verstanden und genutzt.
 
nach der Wende 1989
Pächter ist jetzt der Landes-Kanu-Verband Berlin. Dem Bemühen der Dauerzeltler der verschiedensten Vereine ist es zu verdanken, dass bis heute auf "Seddinwall" ein einmaliger Naturzeltplatz erhalten werden konnte.
 

weiter zum zweiten Teil (Landgang auf Seddinwall)