SUP – Stand-Up-Paddling (Stehpaddeln) im LKV Berlin

Das aus dem Pazifischen Raum stammende SUPen wurde zunächst hauptsächlich durch Surflehrer praktiziert, die stehend auf dem Surfbrett einen besseren Überblick hatten und durch den Paddel-Vortrieb mit einem Stechpaddel auch schneller zu ihren Schülern gelangten.

Als Alternative zu wellen- und/oder windarmen Tagen am Meer, wurde SUP zunehmend auch auf Binnengewässern betrieben – denn es ist ein hervorragender Ganzkörper-Sport. Die vielen Einsatzmöglichkeiten mit unterschiedlichen Anforderungen fordern natürlich auch entsprechendes Material; wir kategorisieren zunächst folgende drei Hauptgruppen:
 

Wave / All-round
Die Boards sind kürzer und breiter als Touring- oder Race-Boards; sie sind dadurch drehfreudiger und agiler, jedoch mühsamer auf Flachwasser zu paddeln. Der Shape von „Malibu-Longboards“ dient als Vorbild für die sogenannten Allround-SUP-Boards, die sowohl für bewegtes Wasser an der Küste als auch auf Binnengewässern tauglich sind. (in der Regel von 7.0“ bis 11.0“ Länge (210 cm bis 340 cm) und Breiten bis zu 36“ (91 cm), um genug Volumen zu erlangen).

Touring / Exploring
Länge läuft! Deshalb sind die Boards länger und schmaler als Wave oder All-round-Boards, dicker (höher) und teilweise angekielt; mit meist gut definiertem Unterwasserschiff für den besseren Geradeaus-Lauf auf Touren und für höhere Geschwindigkeiten. (Boardlängen von 11.0“ bis 14.0“ (340 cm bis 426 cm), Breite minimal 28“ (71 cm)). Dieses andere Breiten-/Längenverhältnis gibt eine bessere Performance für den Vortrieb, ist aber weniger wendig.

Race
Hier finden sich die längsten und schmalsten Bretter des SUP-Sport. Höchste Geschwindigkeiten, aber weniger Kippstabilität erfordern ein sehr geübtes Können – insbesondere bezgl. der Manövrierfähigkeit. Boardlängen ab 12.6“ (381 cm) – in der Regel 14.0“ (426 cm) – oder auch mehr; Breite häufig nur 23“ (58 cm). Diese Kategorie findet ihre Abnehmer bei SUPern mit einer ausgeprägten Wettkampforientierung.

Alle drei Board-Kategorien gibt es in den Ausführungen als Hard-Board (Epoxy oder Carbon) oder auch aus aufblasbares Board (Inflatables). Ferner gibt es auch spezielle Boards für Kinder, denn die Länge und Breite des Boards sollte sich auch an Körpergröße und Gewicht orientieren. Sind die Boards beispielsweise zu breit im Verhältnis zur Körpergröße fällt es insbesondere Kindern schwer, eine gute Paddel-Technik zu entwickeln, da es schwerer möglich ist, das Paddel parallel zum Rail zu führen.

Für den SUP-Sport im LKV gilt die Leistungssport-Orientierung; hierfür wurden wegen der unterschiedlichen Boards zwei Wettkampfklassen für SUP-Sportwettbewerbe eingeführt:

14.0“ - Klasse (Länge bis 426 cm, ohne Breitenbeschränkung) 12.6“ - Klasse (Länge max. 381 cm, Breite minimal 28“ (71 cm), für Inflatables keine Breitenbeschränkung)

Kinder/Jugend bis 12.6“ (381 cm) (ohne Breitenbeschränkung)

Insbesondere dem Nachwuchs wird in den nächsten Jahren die Aufmerksamkeit gewidmet werden und wir werden hierzu immer wieder Neuigkeiten veröffentlichen. Aber auch die Trainer-Ausbildung – SUP Instruktor und Übungsleiter C – steht im Fokus, denn ohne aus- bzw. fortgebildete Trainer fehlte einer wettkampfsportlichen Orientierung dieser Sparte wohl etwas.