Trainerseminar in Kienbaum

veröffentlicht am 23. Februar 2017

Vom 17. bis 19. Februar fuhren unsere Trainer zur Ausbildung sowie Verlängerung ihrer C-Lizenz für den Kanurennsport nach Kienbaum.


Neben den interessanten Themen, reizte vor allem der Ort des BLZ Kienbaum als Trainingsstätte vieler Olympiasiege in diversen Sportarten. Am Freitagabend wurden alle Teilnehmer durch den Leitenden Landestrainer Andre Heinrich begrüßt. Als Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit in der Nachwuchsförderung durch die Vereinstrainer, wurde im Rahmen einer Trainerdiskussion ein gemütlicher Grillabend organisiert.


Am Samstagmorgen begann der Vorlesungsmarathon mit dem ersten Vortragenden Felix Geisen (Talentscout). Er fasste die Talentsichtung des Vorjahres zusammen. Hierbei wurde deutlich, dass die neugeschaffene Stelle im Landesverband, einen wichtigen Bestandteil eingenommen hat. Durch den Einsatz von Felix wurde der Umfang unserer Berliner Nachwuchstalente deutlich erhöht. Nun sind alle Vereine bestrebt die Chance zu nutzen und die neugewonnenen Sportler geplant und methodisch richtig auszubilden. Die Vortragsreihe setzte Tina Schmidt mit der Auswertung über die neuen und bundesweit einheitlichen Landeskadertests fort. Hierbei wurden die Zusammenhänge zwischen den athletischen Übungen und der spezifischen Paddelleistung vorgestellt. Gestärkt durch die gute Kienbaumküche ging es am Nachmittag weiter mit einem Einblick in die Sportpsychologie. Tanja Schuck-Weber stellte wichtige Punkte im Umgang mit Sportlern vor und sog das Publikum regelrecht in die spannende Welt der Psychologie ein. Einige Teilnehmer grübelten noch nach der Vorlesung, ob sie nun zum Typ: „Hoffnung auf Erfolg“ oder doch eher zum Typ: „Furcht vor Misserfolg“ gehören. Um sich tiefer in das Thema einzuarbeiten, stellte Tanja ihre wissenschaftliche Arbeit zum Thema: „Psychologische Anforderungen im Kanurennsport und deren Ausbildung“ zur Verfügung.

Am Abend bestand dann die Möglichkeit die hervorragenden Sportanlagen des Bundesleistungszentrum Kienbaum zu nutzen. Die Schwimmhalle konnte leider nicht genutzt werden, da die Triathleten mit einer großen Mannschaft vor Ort waren und selbstverständlich den Vorrang hatten. Nach einer kleinen Runde Ausgleichssport, versammelten sich die jungen und nicht mehr ganz so jungen Trainer im Freizeittreff mit Sportlerbar und besprachen die neu gewonnenen Erkenntnisse sowie die Erkenntnisse aus der vergangenen Saison.


Am Sonntag stand nur noch ein halber Vorlesungstag auf dem Programm. Andre Heinrich unterrichte den Vorlesungssaal über die bevorstehende Leistungssportreform. Hierbei wurde klar, dass die Umsetzung nur Stück für Stück erfolgen wird. Des Weiteren berichtete er über die vergangene Saison und stellte die Bilanz der olympischen Zyklen seit 2001 grafisch dar.


Den letzten Vortrag hielt unser Verbandspräsident Wolfgang Grothaus zum Thema Verbandsapperat. Hier wurde eine visuelle Darstellung präsentiert aus der hervor ging, wie das Präsdium, der DKV, LSB, Verbands- und Bundestrainer bis hin zu den Vereinen und ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern strukturiert sind. Wolfgang verwies zum Abschluss noch einmal auf die Worte des früheren DKVPräsidenten Ulrich Feldhoff: „der Kanusport ist als Randsportart zum Erfolg verdammt um nicht verdrängt zu werden“.



Michael Börs
BKCR